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Wir sind LAG 21 NRW! Diesmal mit: Sophia Merrem, FSI Forum für soziale Innovation

Was bewegt die LAG-21-Mitglieder? Wie setzen sie sich für mehr Nachhaltige Entwicklung ein? Heute antwortet Sophia Merrem für das FSI Forum für soziale Innovation in Solingen. Sophia Merrem ist Eine-Welt Promotorin für das Bergische Land.

In drei Sätzen: Was bedeutet Nachhaltigkeit für Sie?

Nachhaltigkeit sehen wir als Herausforderung und als Chance zugleich. Die Herausforderung liegt darin, Menschen dazu zu bewegen, sich für eine gerechtere Welt zu engagieren. Wenn wir sie zum Beispiel vom Kauf von fairen Produkten überzeugen oder zur Reflektion über globale Zusammenhänge anregen können, sind das kleine aber entscheidende Schritte in Richtung Nachhaltigkeit.

Das FSI Forum für soziale Innovation engagiert sich insbesondere für Bildung für nachhaltige Entwicklung, kultursensible Ausrichtung der Eine-Welt Arbeit und die Partizipation von MigrantInnen und der muslimischen Community. Wie genau sieht diese Arbeit im Alltag aus?

Wir wollen gesellschaftliche Leitlinien und Zielvorstellungen, wie sie sich in den Globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) wiederspiegeln, durch konkrete Prozesse mit Leben füllen. Dazu arbeiten wir mit vielen unterschiedlichen PartnerInnen aus Verwaltungen, Vereinen, Organisationen und Institutionen auf unterschiedlichen Ebenen zusammen.

Wir organisieren Veranstaltungen, bieten Qualifizierungen an und informieren auf unterschiedlichen Wegen über die SDGs. Dadurch regen wir bei den Teilnehmenden an, selbst aktiv zu werden und durch eigenes Handeln zum Erreichen der SDGs beizutragen. Unser Anliegen ist es, mit den unterschiedlichen Akteuren ins Gespräch zu kommen, gemeinsame Ideen zu entwickeln und Impulse zugunsten einer zukunftsfähigen und gerechten Gesellschaft zu setzen.

Wo liegen aktuell die Schwerpunkte der Tätigkeiten?

Das FSI Forum für soziale Innovation gGmbH (FSI) wurde als gemeinnütziger Träger von Projekten zur Stärkung zivilgesellschaftlichen Engagements in den Bereichen internationale Gesinnung, Entwicklungszusammenarbeit und kulturelle Toleranz und Verständigung gegründet.

Zu Anfang lag der Fokus auf der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit in NRW und auf der Vernetzung von der afrikanischen Diaspora in NRW mit anderen entwicklungspolitisch aktiven Gruppen. Seit 2013 haben wir das Afrika-bezogene Netzwerk der Fachstelle auf andere Diaspora-Gruppen und Akteure mit und ohne Migrationshintergrund ausgeweitet.

So wurden 2013 die Initiative „Faire Moschee“, die Qualifizierungs-Initiative „Kooperationsmanager global NRW“ und die Etablierung eines Pools migrantischer BeraterInnen zur interkulturellen Öffnung kommunaler Entwicklungspolitik (MiGlobe) gestartet. Diese Projekte setzen wir in gemeinsamer Trägerschaft mit Engagement Global gGmbH und dem Eine-Welt-Netz NRW um. So ist es zu einer großen Ausdehnung der interkulturellen Netzwerke rund um die Fachstelle gekommen. Mit der „Fairen Moschee“ erreichen wir darüber hinaus muslimische Engagierte.

2014 öffneten sich durch die Durchführung des Internationalen Bergischen Entwicklungsforums (IBE) gemeinsam mit der Stadt Solingen und Engagement Global gGmbH Türen in die entwicklungspolitische Auslandsarbeit. Entstanden ist daraus das internationale Netzwerk „Junge Expertise in Aktion für das Klima“, mit jungen Engagierten aus dem Bergischen Land, Nicaragua, Honduras, Belgien und Spanien.

Die Inhalte, die das FSI seit 2006 durch das Zusammenspiel in den Netzwerken aufgreift und unterstützt, haben sich gewandelt. Während es zu Anfang vor allen Dingen um Vereinsmanagement und Professionalisierung sowie Empowerment ging, stehen zunehmend die Themen Flucht, Klimawandel und Klimaanpassung sowie Rassismus und Islamfeindlichkeit oder auch die mediale Berichterstattung über Migration im Zentrum des Interesses.

Seit 2016 ist das FSI außerdem Trägerorganisation der Eine-Welt-Regionalstelle Bergisches Land im bundesweiten Eine-Welt-PromotorInnenprogramm. Hier liegt der Fokus auf Unterstützung, Förderung und Vernetzung von engagierten BürgerInnen, Initiativen, Vereinen und Kommunen die sich für eine Nachhaltige Entwicklung im Bergischen Land einsetzen.

Bezogen auf unser Eine-Welt-Engagement verfolgen wir insbesondere folgende Ziele:

  • Interkulturelle Öffnung der Eine-Welt-Community und der kommunalen Entwicklungspolitik durch eine systematische Netzwerkarbeit und internationale Partnerschaften
  • Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements durch Qualifizierung, Empowerment und Aufbau interkultureller Netzwerke
  • Sensibilisierung und Stärkung neuer Zielgruppen als interkulturelle Akteure der Eine-Welt-Arbeit.

Das FSI Forum für soziale Innovation ist Mitglied bei der LAG 21 NRW, weil…

...wir daran glauben, dass gesellschaftliche Veränderung am besten gelingt, wenn die unterschiedlichen gesellschaftlichen Kräfte nicht gegeneinander, sondern in produktiver Ergänzung und Bereicherung zueinander interagieren. Wir freuen uns daher, durch die vielfältigen Netzwerkmitglieder der LAG 21 neue PartnerInnen zu gewinnen.

Ihr nächster Termin?

Das sind gleich drei Termine:

Ein Workshop zu nachhaltiger Beschaffung am 21. März in Wuppertal.

Der Internationale Tag gegen Rassismus mit Film & Diskussion 21. März in Neuss.

Und der Fachtag „ConnAct – Mehr Vielfalt für Eine Welt“ am 15. Mai im Stadtmuseum Düsseldorf (Infos folgen!).

Wir danken Ihnen für die Antworten!

Die Fragen stellte die LAG-21-NRW-Pressestelle.

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