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Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“: Diese Kommunen wurden 2025 ausgezeichnet

Gruppenfoto aller Preisträger*innen / © Konstantin Gastmann, Difu

Auch in 2025 wurden sechs Kommunen für ihren besonderen Einsatz für den Klimaschutz ausgezeichnet. Welche NRW-Kommune dabei ist und was für Projekte die Jury begeisterten, hier.

In Sachen Klimaschutz sind Kommunen, mit ihren Handlungsoptionen und Wirkbereichen, ganz klare Schlüsselakteurinnen. Städte, Gemeinden und Kreise, die dabei vorangehen und mit effektiven Maßnahmen ganz konkrete Verbesserungen fürs Klima erzielen, werden im Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ ausgezeichnet. Den Wettbewerb führt das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) seit 2009 jährlich durch.

Bewerbungen waren in diesem Jahr erneut in drei Kategorien möglich. Jeweils zwei Kommunen wurden pro Kategorie ausgezeichnet. Insgesamt standen 240.000 Euro Preisgeld für die sechs Sieger-Kommunen bereit, welches wieder in Klimaprojekte zu investieren ist. In diesem Jahr wurden insgesamt 133 Bewerbungen eingereicht – 50 mehr als im letzten Jahr. Im Rahmen der Kommunalen Klimakonferenz in Berlin wurden nun die Gewinner*innen des diesjährigen Wettbewerbs gekürt.

Das sind die ausgezeichneten Kommunen und ihre Projekte:

Kategorie 1: Großstädte

  • Landeshauptstadt Stuttgart: Klimaneutrale Eiswelt
  • Landeshauptstadt Kiel: Serielle Kerndämmung in Denkmal-Siedlung

Kategorie 2: Mittel- und Kleinstädte

  • Stadt Eisenach: Grundschule im sanierten Plattenbau
  • Stadt Greven: Energieautarke Kläranlage

Kategorie 3: Landkreise und kleine Gemeinden

  • Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz: Kümmerer für die Umsetzung von Wärmenetzen
  • Stadt Gudensberg: Vom Supermarkt zum klimafreundlichen Kommunikationszentrum

 

© Sympathiefilm/Difu

Näherer Blick auf das Siegerprojekt aus NRW

Auch die Stadt Greven aus NRW darf sich in diesem Jahr über die insgesamt 40.000 Euro Preisgeld freuen. Eingereicht hatte sie ihr Projekt rund um die energetische Optimierung der Kläranlage in Greven-Reckenfeld, die von einem hohen Energieverbraucher hin zu einer nahezu energieautarken Einrichtung umgerüstet werden konnte.

So folgten auf die bereits 2010 durchgeführte Sanierung des Belebungsbeckens und dem Ausbau der Solarenergie im Jahr 2022 zwei Blockheizkraftwerke, die die Verstromung von Faulgas ermöglichten. Darüber hinaus konnte im Jahr 2024 das Energiesystem weiter optimiert werden: durch zusätzliche Photovoltaikanlagen, einen Batteriespeicher und einen vollständig elektrifizierten Fuhrpark mit entsprechender Ladeinfrastruktur. Auch die Abwasserbehandlung konnte weiterentwickelt werden, wodurch die gezielte Entfernung von Mikroschadstoffen im Abwasser, insbesondere die von Medikamentenrückständen, ermöglicht werden konnte.

Gerade vor dem Hintergrund des besonders hohen Energieverbrauchanteils durch Kläranlagen im kommunalen Bereich wurde das Projekt durch die Jury als besonders wesentlicher Beitrag zur Treibhausgas-Reduktion ausgelobt. Konkret konnte durch die umgesetzten Maßnahmen der Strombezug aus dem öffentlichen Netz am Hauptstandort zwischen 2009 und 2024 um rund 90% auf ca. 160.000 kWh pro Jahr gesenkt werden. Gleichzeitig erzeugt die Kläranlage heute einen Großteil ihres Stroms selbst und speist Überschüsse in das öffentliche Netz ein.

Wir gratulieren zur verdienten Auszeichnung!

Hintergrundinformationen zu allen Gewinnerprojekten von "Klimaaktive Kommune 2025" hier.

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