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SDG-Konferenz in Minsk: Förderprogramm Belarus soll weiterlaufen

Der deutsche Botschafter in Minsk, Peter Dettmar, lobte die Arbeit der LAG 21 NRW.

Deutschland und Belarus arbeiten in Sachen Nachhaltiger Entwicklung seit Jahren zusammen. Im Förderprogramm Belarus engagieren sich dafür die LAG 21 NRW und das IBB Dortmund. Mitte März luden sie für zwei Tage ein nach Minsk – zur vorletzten Konferenz im Rahmen der 8. Phase des Förderprogramms. Nun soll es eine Fortsetzung des Programms geben.

In der IBB „Johannes Rau“ Minsk diskutierten über 150 Teilnehmende aus Belarus, Deutschland und den Niederlanden über die „Lokalisierung der SDGs im Kontext der Agenda 2030“, und damit über die „Perspektiven für die belarussisch-deutsche Zusammenarbeit“. Mit dabei waren unter anderem VertreterInnen von staatlichen Stellen, Nichtregierungsorganisationen (NRO) und Unternehmen.

Lob vom Botschafter für das „europaweit ambitionierteste Projekt“

Begrüßt wurden sie am 12. März von Peter Dettmar, dem deutschen Botschafter in Minsk. Dettmar hob besonders die Rolle der LAG 21 NRW zur Stärkung von lokalen Nachhaltigkeitsinitiativen hervor: „Schon kurz nach der Verabschiedung der Agenda 2030 wurde das europaweit ambitionierteste Projekt zur Lokalisierung der Agenda 2030 in Nordrhein-Westfalen durch die LAG 21 NRW umgesetzt.“ Das war das Projekt „Global Nachhaltige Kommune“ (GNK).

Positive Ergebnisse der Schulung zu Nachhaltigkeitsstrategien

Ein wichtiger Programmpunkt der Konferenz waren die Ergebnisse der Schulung „Monitoring, Evaluation und Weiterentwicklung lokaler Nachhaltigkeitsstrategien in Belarus“. Dieser Kurs wurde von der LAG 21 NRW in der 8. Phase des Förderprogramms Belarus entwickelt und in enger Kooperation mit dem IBB durchgeführt. Acht ExpertInnen von NRO sowie staatlichen Bildungs- und Forschungseinrichtungen wurden dabei geschult. Sie verfügen nun über theoretische und praktische Werkzeuge für die Entwicklung regionaler Nachhaltigkeitsstrategien (lesen Sie hier unser Interview mit den ExpertInnen).

Umgehend setzten die Teilnehmenden diese neuen Instrumente in drei Pilotregionen sowie beim Regionalrat von fünf Bezirken des Gebiets Mogiljow um. Bei der Abschlusskonferenz berichteten sie gemeinsam mit VertreterInnen aus den Regionen, wie sich die Nachhaltigkeitsprozesse vor Ort dank der Beratungen weiterentwickelt haben.

Neues Handbuch enthält zentrale Kursinhalte

Die Beratungen sind auch in dem Handbuch „Monitoring, Evaluation und lokale und regionale Verfeinerung nachhaltiger Entwicklungsstrategien in Belarus“ (in russischer Sprache), dokumentiert. Es wurde von Projektmanager Moritz Schmidt (LAG 21 NRW) bei der Konferenz vorgestellt. Das Handbuch enthält die zentralen Kursinhalte und macht damit das notwendige Hintergrundwissen weiteren Akteuren in den Regionen zugänglich.

„Die Konferenz hat eindrucksvoll gezeigt, dass externe BeraterInnen einen Mehrwert darstellen und dazu beitragen, die Ergebnisse von regionalen und lokalen Nachhaltigkeitsprozessen zu verbessern“, stellte Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH, zum Abschluss der Konferenz fest. Alle beteiligten Pilotregionen wollten die Zusammenarbeit mit ihren BeraterInnen fortsetzen.

Zugleich äußerten weitere regionale Nachhaltigkeitsinitiativen ihr Interesse an einer Beratung. Deshalb soll der Kurs in erweiterter Form in der 9. Phase des Förderprogramms Belarus fortgesetzt werden, wie Moritz Schmidt von der LAG 21 NRW bestätigte.

Weitere Informationen über das Förderprogramm Belarus gibt es hier.

Lesen Sie auch unser Interview mit Projektmanager Moritz Schmidt über die Nachhaltige Entwicklung in Belarus.

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