The Post-2030 Agenda: Zentrale Punkte zur zukünftigen Nachhaltigkeitsagenda
In einem hochrangig besetzten Webinar des Sustainable Development Solutions Network der UN wurden Perspektiven für Nachhaltige Entwicklung nach dem Zieljahr 2030 diskutiert. Was folgt nach den SDGs, welche Themen werden zentral, wie gelingt die Umsetzung? Eine Zusammenfassung.
Seit mehr als 30 Jahren arbeiten die Vereinten Nationen daran, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zukunftsfähig auszurichten. Mit der im Jahr 2015 verabschiedeten Agenda 2030 und ihren 17 globalen Nachhaltigkeitszielen, den SDGs, ist der aktuelle Pfad vorgegeben. Mit dem Zieljahr in Sicht, wird aktuell immer deutlicher, dass zahlreiche SDGs Gefahr laufen, nicht erreicht zu werden.
Wie es nach 2030 mit der globalen Nachhaltigkeitsarbeit weitergeht, war Diskussionspunkt der digitalen Veranstaltung „The Post-2030 Agenda“ des Sustainable Development Solutions Network (SDSN) der Vereinten Nationen. Folgende Panelist*innen sprachen dazu: Ökonom Dr. Jeffrey Sachs, Botschafter David Donoghue, Mehdi Paryavii (International Data Centre Authority), Dr. Vera Songwe (ehem. Exekutivsekretärin der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Afrika), Romina Boarini (Organisation for Economic Co-operation and Development) und Dr. Yoichi Mine (Japan International Cooperation Agency).
Post-2030 Agenda: Zentrale Punkte im Überblick
Folgend fassen wir einige spannende Take Aways des Webinars zusammen. Die Panelist*innen sprachen u.a. darüber, dass statt einer komplett neuen Struktur eher eine Weiterentwicklung der bestehenden Agenda sinnvoll sei. Insbesondere Indikatoren und Ziele gelte es dabei anzupassen, zu kürzen oder zu ergänzen.
Im Fokus müsse das Thema Finanzierung stehen – diese sei bei allen Bemühungen zur (technologisch eigentlich machbaren) Umsetzung der SDGs immer wieder ungeklärt. Dabei wurde eine Investitionsagenda mit innovativer Finanzarchitektur vorgeschlagen. Diese sollte lokale Finanzierungssysteme stärken, globale Abhängigkeiten verringern und private Märkte in Entwicklungsländern stärker einbinden.
Weitere Hebel, die die Umsetzung Nachhaltiger Entwicklung verstärken könnten, sind laut Panel institutionelle Reformen, regionale Kooperationen, digitale Souveränität und eine Fokusverschiebung vom engen Blick auf reines Wirtschaftswachstum hin zum menschlichen Wohlergehen als ausschlaggebender (und messbarer) Faktor - beispielsweise angelehnt an den World Happiness Index.
Entscheidender Moment für zukünftige Agenda
Kritisch angesprochen wurde die aktuell instabile geopolitische Lage und technologische Umbrüche (insbesondere durch KI-Systeme), die den Handlungsdruck verschärfen. Die kommenden Jahre wurden als entscheidendes Zeitfenster beschrieben, um die Grundlagen für eine langfristige, glaubwürdige und umsetzungsorientierte globale Nachhaltigkeitsagenda bis 2050 zu legen.
Weitere Infos
Das Webinar wurde aufgezeichnet und kann hier aufgerufen werden: Link
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