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Netzwerken unter Corona-Bedingungen: GNK NRW-Kommunen treffen sich in Dortmund

Die 4. Netzwerktagung von GNK NRW fand unter strengen Corona-Auflagen statt. / Foto: Jürgen Theobald

Nach vielen Monaten hat die LAG 21 NRW gemeinsam mit der SKEW wieder eine Präsenzveranstaltung realisiert: Unter strengen Corona-Auflagen trafen sich in Dortmund rund 50 Teilnehmende zur 4. Netzwerktagung von "Global Nachhaltige Kommune in NRW" (GNK NRW). Veranstaltungstage waren der 20. und 21. August 2020.

Nicht nur in guten Zeiten leisten Städte, Kreise und Gemeinden einen wichtigen Beitrag für Nachhaltige Entwicklung. "Die heutige Veranstaltung ist der Beweis, dass Sie als Kommunen während Corona durchgehalten und das Projekt vorangetrieben haben. Das zeigt, wie überzeugt Sie sind, dass der GNK NRW-Prozess wichtig für Ihre Kommunen ist", sagte Daphne Groß-Jansen vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in ihrer Begrüßung am 20. August 2020.

Grußworte an die Teilnehmenden gab es auch von LAG 21 NRW-Geschäftsführer Dr. Klaus Reuter (LAG 21 NRW) und Dr. Till Winkelmann (SKEW von Engagement Global). Beide betonten, mit welch hoher Kontinuität in den letzten Monaten im Projekt weitergearbeitet wurde.

GNK NRW-Steuerungsgruppen arbeiten online weiter

Im Anschluss präsentierte Carlo Schick von der LAG 21 NRW den aktuellen Stand im Projekt GNK NRW und ging dabei auch auf die vielfältigen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie ein. Während der vergangenen Monate konnte in allen Steuerungsgruppen auch auf digitaler Ebene weitergearbeitet werden, indem vorherige Ergebnisse in Onlineabfragen abgestimmt und weitere Impulse gesammelt wurden. Insgesamt erreichte man so 464 Mitglieder aus den kommunalen Steuerungsgruppen.

Die Abfrageergebnisse bilden eine gute Grundlage, um in den nächsten Wochen unter Corona-Auflagen in den Kommunen wieder vermehrt Präsenzveranstaltungen durchzuführen. Auch in den Kommunen der ersten Projektlaufzeit sind Termine zur Verstetigung der Nachhaltigkeitsstrategien veranschlagt.

Kurzinputs mit Praxisbezug zu vier kommunalen Themen

Um Nachhaltige Entwicklung in der praktischen Umsetzung drehten sich die Kurzinputs bei der Netzwerktagung. Tim Schwermer von der Verbraucherzentrale NRW stellte das Projekt MehrWertKonsum vor, das einen verantwortungsvollen, zukunftsfähigen und klimaschonenden Konsum unterstützt. Schwermer zitierte dabei eine Projektstudie, die zeigt: Rund 750 lokale Nachhaltigkeitsinitiativen gibt es bisher in Nordrhein-Westfalen – und zwar längst nicht nur in NRW-Großstädten.

Über Faire Beschaffung in Kommunen sprach im folgenden Kurzinput Nicola Gutierrez Rodas (SKEW). Sie präsentierte den Kompass Nachhaltigkeit. Dieser erleichtert den Umgang mit Gütezeichen bei der kommunalen Beschaffung. Viele Kommunen haben Ziele zur fairen Beschaffung als einen wichtigen Pfeiler im Rahmen der Agenda 2030 in ihre Nachhaltigkeitsstrategien mit aufgenommen.

Stephan Baur von der Stadt Neukirchen-Vluyn beschrieb den Weg der GNK NRW-Kommune zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis (DNP). Er ermutigte damit alle Kommunen, sich im nächsten Jahr für den Preis zu bewerben, auch wenn es mehr Konkurrenz für Neukirchen-Vluyn bedeute.

Danach ging es um agile Kommunalverwaltung im Kurzinput von Carlo Schick (LAG 21 NRW). Die Inhalte der Vorträge wurden im darauffolgenden Open Space mit den Vortragenden und Teilnehmenden vertieft und bezüglich ihrer Verankerungsmöglichkeiten in den Nachhaltigkeitsstrategien diskutiert.

Austausch vor Postern, in Peergroups und beim "Fokusthema"

Nach intensiven Gesprächen im Open Space und beim Mittagessen folgten ein Posterrundgang und der Peer Austausch zum Thema "Globale Verantwortung und Eine Welt in der kommunalen Praxis". Dabei stellten die Städte Bielefeld, Eschweiler, Essen und Solingen praktische Umsetzungsbeispiele zu Nachhaltiger Entwicklung vor. Zudem wurden Steckbriefe der Projekte zum Mitnehmen angeboten, die die einzelnen Umsetzungsschritte sowie Chancen und Herausforderungen der Projekte benennen.

Als neuen Programmpunkt gab es diesmal bei der Netzwerktagung das „Fokusthema“ – es drehte sich um die Frage, wie man kommunale Nachhaltigkeit richtig kommuniziert. Tipps dazu lieferten Heike Janßen und Marc Winkelmann von der Agentur 2050 gUG - Strategie.Zukunft.Kommunikation.

In ihrem Vortrag ging Heike Janssen auf das Problem der Vermittlung von Themen rund um Nachhaltigkeit ein: "Nachhaltigkeit gilt als ein Thema unter vielen. Es ist den meisten Redaktionen nicht klar, dass das Thema über allen steht und auch spannende Aspekte hat." Ein guter Draht zu den lokalen Journalist*innen, sowie die einfache Kommunikation komplexer Themen in Verbindung mit dem Erzählen von Geschichten wurden in der gemeinsamen Diskussion als Schlüsselfaktoren einer wirksamen Öffentlichkeitsarbeit herausgestellt.

Nach der Netzwerktagung ist vor der Netzwerktagung

Die 4. Netzwerktagung von GNK NRW in Dortmund endete mit einem kurzen Ausblick und der Evaluation. Bereits in zwei Monaten findet die fünfte und damit letzte Netzwerktagung der Projektlaufzeit in Dortmund statt.

Insgesamt war es trotz der Abstandsregeln eine gelungene Veranstaltung, die den Austausch zwischen den Kommunen des Projektes ermöglicht hat. Mit der erfolgreichen Durchführung vor Ort kann hoffnungsvoll auf die Steuerungsgruppensitzungen der Kommunen in den nächsten Wochen geschaut werden.

Mehr Informationen über das Projekt "Global Nachhaltige Kommune in NRW" (GNK NRW) gibt es hier.

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