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Hitzeaktionspläne: Neues Förderprogramm für NRW-Kommunen

Foto: Timo Volz on Unsplash

Zwei Millionen Euro stellt das Land NRW seinen Kommunen zur Verfügung, um Aktionspläne gegen Hitze zu entwickeln. Ein wichtiger Schritt im Bereich Klimaanpassung.  

Jeder dritte Mensch in Nordrhein-Westfalen ist von Hitze betroffen. Blickt man auf aktuelle Temperaturtrends, wird dieser Wert in den kommenden Jahren weiter steigen. Um den Auswirkungen steigender Hitzephasen entgegenzutreten, braucht es weitreichende Maßnahmen auf kommunaler Ebene – von mehr Begrünung und Entsiegelung bis zu angepasster Gebäudedämmung. Um dies strategisch umzusetzen, brauchen Kommunen Hitzeaktionspläne, welche nun mit einer neuer Fördermaßnahme des Landes NRW gestärkt werden.

„Wir wollen mit dem Förderprogramm Kommunen in die Lage versetzen, sich besser auf solche Hitzeperioden vorzubereiten und damit die Auswirkungen auf die Bevölkerung zu reduzieren“, sagt NRW-Umweltminister Oliver Krischer in einer Pressemitteilung. Besonders ältere und geschwächte Menschen bräuchten, so Krischer, mehr Schutz vor Hitze.

Pläne gegen Hitze schmieden

Hitzeaktionspläne sind Strategien mit lang- und kurzfristigen Maßnahmen, die die Auswirkungen extremer Hitze begrenzen sollen – für die Umwelt und den Menschen. Besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen sollen dabei im Fokus stehen. Welche Maßnahmen im Hitzeaktionsplan sinnvoll sind, variiert von Kommune zu Kommune – jeder Plan muss die ortsspezifischen Gegebenheiten berücksichtigen und entsprechende Lösungen dafür finden. Beispiele sind etwa neue Konzepte der Stadtgestaltung und Bauleitplanung oder Maßnahmen für mehr Stadtgrün, genauso wie kurzfristige Aktionen für mehr Verschattung. Auch spezielle Handlungsabläufe in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen oder Informationskampagnen können Teil des Plans sein. Monitoring und Evaluation gehören ebenfalls in jeden guten Hitzeaktionsplan.

Infos zur Förderung

Zwei Millionen Euro werden Kommunen in NRW zur Verfügung gestellt, um (modellhafte,) intersektoral angelegte Hitzeaktionspläne zu erarbeiten. Diese können auch zielgruppenspezifisch, thematisch oder räumlich abgegrenzt sein. Zudem können Untersuchungen oder Erhebungen zur Vorbereitung eines Hitzeaktionsplans gefördert werden, genauso wie Beteiligungsverfahren.

Gut zu wissen: Im Förderantrag sollen die Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppe "Gesundheitliche Anpassung an die Folgen des Klimawandels" (Link) sowie die „Arbeitshilfe zur Entwicklung und Implementierung eines Hitzeaktionsplans für Städte und Kommunen“ der Hochschule Fulda (Link) berücksichtigt werden.

Projektanträge können ab sofort beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) eingereicht werden. Alle Infos und Unterlagen hier.

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