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Handlungshilfe und Rechentool: Klimawirkung von Flächenverbrauch einfach berechnen

Mit einer frisch erschienenen Handlungshilfe plus ergänzendem Rechentool stellen Umweltbundesamt und Öko-Institut Kommunen nun praxisnahe Instrumente zur Verfügung, um die Klimawirkungen von Flächennutzungsentscheidungen systematisch zu ermitteln.

Der Flächenverbrauch gehört seit Jahren zu den zentralen Herausforderungen nachhaltiger Siedlungs- und Verkehrsentwicklung. Insbesondere im dichtbesiedelten NRW gehen täglich rund 6,2 Hektar an Natur- und Freifläche verloren (Quelle: Umweltministerium NRW).

Flächenverbrauch hat dabei auch Auswirkungen auf das Klima. Mit nahezu jeder Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke werden Kohlenstoffvorräte in den natürlichen Kohlenstoffspeichern Boden und Vegetation vollständig oder teilweise freigesetzt. Gleichzeitig entfallen natürliche Kohlenstoffsenken wie Bäume oder Vegetation. Diese Treibhausgasentwicklung spielte in kommunalen Planungsprozessen bisher eine untergeordnete Rolle, da einfache Instrumente zur Abschätzung der Treibhausgaswirkungen fehlten. Hier setzt die neue Veröffentlichung von Umweltbundesamt und Öko-Institut an.

Kombination aus Handlungshilfe und Rechentool

Beispiel aus dem Rechentool LULUCF

Kern der Veröffentlichung ist eine praxisorientierte Handlungshilfe, die Planungsträger*innen und insbesondere Kommunen dabei helfen soll, Zusammenhänge zwischen Bauvorhaben und den Kohlenstoffvorräten in Boden und Vegetation leichter zu erkennen und in Bezug auf ihre Klimarelevanz einzuordnen. Neben fachlichen Grundlagen stellt sie kommunalen Entscheider*innen zudem konkrete Handlungsempfehlungen zur Verfügung.

Ergänzt wird die Handlungshilfe durch einen kostenlosen LULUCF-Wirkungsrechner, der eine quantitative Abschätzung des CO2-Fußabdrucks von geplanten Flächenentwicklungen sichtbar macht und mögliche Treibhausgaseinsparungen durch Vergleiche mit alternativen Planungsoptionen ermöglicht. Hierfür wurden in dem Rechentool für alle rund 11.000 Kommunen in Deutschland standortspezifische Kennwerte, wie etwa die gemeindetypische Bebauungsdichte oder die gemeindetypische Gebäudeüberdeckung, hinterlegt.

Das Tool liefert damit eine evidenzbasierte Bewertungsgrundlage, um Klimawirkungen von Flächenentscheidungen frühzeitig zu berücksichtigen und Planungsalternativen mitzudenken.

Die Handlungshilfe "Klima und Kohlenstoffspeicher schützen – Flächenverbrauch vermeiden" finden Sie hier.

Zum kostenfreien LULUCF-Wirkungsrechner hier.

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