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Code of Conduct „Demokratische KI“: LAG 21 NRW unterzeichnet offiziell in Berlin

Foto: D64/Boris Saposchnikow

Am 12. und 13. November trafen sich über 80 zivilgesellschaftliche Organisationen aus ganz Deutschland, um sich gemeinsam und offiziell einem Code of Conduct zum gemeinwohlorientierten Einsatz von KI zu verschreiben. Warum sich die Unterzeichnung lohnt und was wir vom Netzwerktreffen mitgenommen haben, hier.

Es ist ein Meilenstein für Künstliche Intelligenz, der heraussticht – weil er nicht unmittelbar mit der technologischen Entwicklung zusammenhängt, sondern mit der Art und Weise, wie wir als Menschen mit KI umgehen. Dafür haben sich über 80 Organisationen der deutschen Zivilgesellschaftlich auf verbindliche ethische Prinzipien beim KI-Einsatz verständigt.

Bei der offiziellen Unterzeichnung des Code of Conduct „Demokratische KI“ am 12. November in Berlin war auch die LAG 21 NRW vor Ort und hat ihre Signatur gesetzt.

Ziel ist es, einen verantwortungsvollen und gemeinwohlorientierten Umgang mit KI in zivilgesellschaftlichen Organisationen zu fördern. Dies verfolgen wir aktuell auch (mit besonderem Fokus auf NRW) in unserem neuen Projekt KINE – Infos hier.

Mehr zu den Inhalten und Grundprinzipien des Codes hier.

KI als Öko-Killer? Workshoptag zu Bedarfen und Schwachstellen

An die feierliche Unterzeichnung angeschlossen war ein Workshoptag am 13. November, von dem wir einige spannende Impulse mitnehmen konnten. Im Fokus stand vor allem die konkrete Umsetzung des Code of Conduct in den Organisationen. Hierzu wurde angeregt, zunächst Abfragen zum Stand der Mitarbeitenden bezüglich des KI-Einsatzes durchzuführen und anschließend KI-Roadmaps mit klaren Zielen und Rollen aufzusetzen. Diese sollten co-kreativ (statt top-down) gestaltet werden, wobei klare Zuständigkeiten und Ressourcen (z.B. Budgets) helfen.

Mehrfach betont wurde zudem, existierende Ängste ernst zu nehmen und echte Antworten auf Sorgen, etwa um wegrationalisierte Arbeitsstellen, zu finden.

Wichtig Themen waren zudem Fragen der Governance auf allen Ebenen, wie Kompetenzen aufgebaut und wie Transparenz umgesetzt werden können. Die größten offenen Fragen drehten sich aber um den Impact von KI auf die Umwelt. Aktuell ist der Ressourcenverbrauch von KI-Systemen ein „Killer“ ökologischer Nachhaltigkeit, während die Lösungen (u.a. green prompting oder begrenzte Token) nur wie unzureichende Pflaster wirken.

Diese offenen Fragen werden wir auch in den anstehenden Prozessen des Projekts KINE mitdenken.

Jetzt mitzeichnen!

Zivilgesellschaftliche Organisationen können den Code of Conduct „Demokratische KI“, der von D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt mit Förderung durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Frauen, Senioren und Jugend entwickelt wurde, weiterhin mitzeichnen. Alle Infos dazu hier.

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