Abschlussbericht zum Projekt „Breitensport, Umwelt & Nachhaltigkeit“ erschienen
Unsere Ergebnisse aus zwei Jahren Forschung zu Stand und Möglichkeiten von Nachhaltigkeit im deutschen Breitensport können nun im umfassenden Abschlussbericht nachgelesen werden.
Sport ist mehr als Bewegung: Er bietet Raum für Austausch und Zusammenhalt, macht demokratische Werte erfahrbar und kann Multiplikator für nachhaltiges Handeln sein. Wo genau der deutsche Breitensport steht, war die zentrale Frage des Forschungsprojekts „Breitensport, Umwelt und Nachhaltigkeit“ (BUNA). Gefördert wurde BUNA durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
Die Ergebnisse können nun im Abschlussbericht eingesehen werden. Dieser bietet dank umfassender empirischer Bestandsaufnahme, Literaturanalyse, bundesweiter Vereinsumfrage, Interviews mit der Verbandsebene, sechs Fokusrunden und einer Konferenz eine systematische Gesamtanalyse von Nachhaltigkeitsaktivitäten im Breitensport.
Damit liefert der Bericht eine fundierte, wissenschaftliche Grundlage, die durch diverse partizipative Methoden validiert wurden.
Systematik für den Breitensport als Forschungsergebnis
Als grundlegende Erkenntnis der Forschung gilt die Feststellung, dass Maßnahmen für Nachhaltige Entwicklung oft bereits punktuell umgesetzt werden – auch wenn Vereine und/oder Verbände dies gar nicht so benennen. An strategischen Ansätzen mangelt es allerdings in der Breite.
Herzstück der Forschung war daher die Erstellung einer Systematik für den Breitensport. Diese umfasst acht Themenfelder, die inhaltliche Aktionsbereiche beschreiben, sowie acht Hebel, also strukturelle Stellschrauben. Diese zeigen in einer erstmalig klar definierten Aufstellung, was Vereine tun können (Themenfelder) und wie sie Nachhaltigkeit in ihren Strukturen verankern können (Hebel).
Wichtige Feststellung: Besonders die Hebel (wie Strategien, Strukturförderung, Finanzen) sind bisher nur schwach ausgeprägt. Hier besteht besonderer Unterstützungsbedarf für die Vereinslandschaft, um machbare und wirkungsvolle Lösungen zu entwickeln. Besonders die Nachhaltigkeitskommunikation ist ein großer Schwachpunkt, bei dem es sowohl an Qualifizierung als auch Ressourcen mangelt.
Weitere Bedarfe, die für die Umsetzung von Nachhaltigkeit ermittelt wurden, umfassen finanzielle und personelle Förderung, Materialien wie Leitfäden, Checklisten und Kommunikationshilfen sowie Unterstützung bei der Strategieentwicklung. Auch die Sichtbarkeit guter Beispiele bedarf Erhöhung.
Sammlung von Handlungsempfehlungen und guten Beispielen
Als erstes Ergebnis aus BUNA wurden daher bereits im Juni 2025 Handlungsempfehlungen für Vereine und Verbände veröffentlicht. Diese zeigen zu den Themenfeldern und Hebeln, was Vereine bzw. Verbände umsetzen können – aufgeschlüsselt für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Zudem beinhaltet das Dokument 24 gute Beispiele, die adaptiert oder nachgeahmt werden können.
Die Genese der Handlungsempfehlungen wird ebenfalls im Abschlussbericht aufgeschlüsselt.
Die Handlungsempfehlungen (und ergänzende Materialien) finden sich hier.
Der Abschlussbericht steht hier zum Download.
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Weitere Infos und Hintergründe zu BUNA hier.
Am 23. Februar 2026 findet unser Webinar mit dem Titel „Von Vorbildern lernen - Nachhaltigkeit im Sportverein voranbringen“ statt. Zur Anmeldung.
