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Abpflastern: Entsiegelungswettbewerb geht in neue Runde

Foto: Stadt Mannheim, Fachbereich Geoinformation & Stadtplanung

Gemeinsam für Entsiegelung: In dem Wettbewerb „abpflastern“ treten Kommunen in einen freundschaftlichen Wettbewerb um die meiste Entsiegelung und Flächenbegrünung. Wie Kommunen, aber auch jede*r Einzelne teilnehmen können, hier.

Versiegelte Flächen, etwa durch Pflastersteine, Asphalt oder Beton, bescheren uns in ihrer zunehmenden Fülle manch negative Folge. Sie verstärken Hitzeeffekte in urbanen Räumen, verhindern das Versickern von Regenwasser, reduzieren die Biodiversität in Städten usw.

Hier setzt der Wettbewerb „abpflastern“, der von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung organisiert wird, an: Kommunen treten gegeneinander an, um zu zeigen, wie viel Fläche sie innerhalb einer Saison entsiegeln und begrünen können. Das Ergebnis ist nicht nur ein Prestigegewinn, sondern auch ein messbarer Beitrag zur kommunalen Klimaanpassung sowie die Möglichkeit für neue Kooperationen in die Breite der Gesellschaft.

So funktioniert die Teilnahme

Der Wettbewerb richtet sich genauso an Verwaltungen wie an Vereine, Schulen, Privatpersonen, Unternehmen und alle anderen Organisationen. Die Flächen müssen während der Saison vom 21. März 2026 bis zum 31. Oktober 2026 abgepflastert und spätestens am letzten Tag des Wettbewerbs auf der Webseite abpflastern.de registriert werden. Das funktioniert per Vorher-Nachher-Foto und Maßangabe.

Es wird in drei Ligen gespielt, die sich nach der Einwohner*innenzahl der beteiligten Kommunen richten: Groß, Mittel und Klein. Die entfernten Pflastersteine bzw. die entsiegelten Flächen zählen für die Kommune, in der abgepflastert wurde – egal ob die Fläche von Privatpersonen, Kommunen, Vereinen oder Unternehmen eingetragen wurden.

Erste Wettbewerbsrunde bereits erfolgreich

1. Plätze des Wettbewerbs 2025

Bereits die erste Saison des Wettbewerbs im Jahr 2025 war ein großer Erfolg. Insgesamt wurden mehr als 10.000 m² Fläche entsiegelt, das entspricht über 512.000 Pflastersteinen, die durch Grünflächen ersetzt wurden.

Nationale Spitzenplätze erreichten Kommunen wie Flensburg, Frankfurt am Main oder Emsdetten in ihren jeweiligen Liga-Kategorien.

Besonders hervorzuheben ist hierbei auch die Gemeinde Mettingen aus NRW. Diese konnte nicht nur in der Liga der Kleinstädte den ersten Platz belegen, sie erreichte auch mit 4.983 Steinen pro 1000 Einwohner (insgesamt 60.000 Steine) die höchste abpflaster-Quote aller Kommunen insgesamt. Vor allem an den beiden Kardinal-von-Galen-Schulen haben Schüler, Lehrer und Eltern über mehrere Wochen einen Teil des Schulhofs aufgerissen und tausende Pflastersteine aufgesammelt. Die entsiegelte Fläche wird nun unter anderem für einen Niedrigseilgarten, ein grünes Klassenzimmer und einen Entspannungs-Bereich genutzt.

Kommunalverwaltungen können den Wettbewerb nutzen, um Kooperationen zu knüpfen oder zu beleben, um gemeinsam mit Schulen, lokalen Vereinen, Quartieren, Nachbarschaften und anderen Zusammenschlüssen an einem positiven Ziel zu arbeiten.

Weitere Infos

Übrigens: Gleichzeitig läuft der Schwesterwettbewerb "Jugend Pflastert ab" (Infos hier), in dem spezifisch Kinder- und Jugendeinrichtungen antreten. Eintragungen laufen über das gleiche Portal.

Zur offiziellen Website des Wettbewerbs "abfplastern" hier.

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