Ressourcenschonende Stadtentwicklung im Blick: Neue Publikation mit Beitrag der LAG 21 NRW
Eine neue Publikation des Instituts für Städtebau und Wohnungswesen sammelt Best-Practice-Beispiele und vielversprechende Ansätze rund um effizienten Ressourceneinsatz in Kommunen. Darin findet sich ein Kapitel zu den innovativen Ansätzen unseres Projekts „Verwaltung 2.030“.
Egal, ob es um den Verbrauch von Baumaterialien, Energie oder Flächen geht: Kommunen gehören zu den zentralen Akteuren, wenn es um den schonenden und effizienten Umgang mit natürlichen Ressourcen geht. Sie sitzen am Hebel, um die zentralen Weichen für eine Stadtentwicklung zu stellen, die im Einklang mit den natürlichen planetaren Grenzen steht und gleichzeitig ökonomische und soziale Belange berücksichtigt.
Ressourcenschonende Stadtentwicklung ist dabei kein rein technisches Thema. Sie erfordert ein ganzheitliches Verständnis davon, wie Flächenpolitik, Planungs- und Bauprozesse sowie Gebäudewirtschaft systematisch zusammenwirken und welche strategischen Handlungsansätze möglich sind, um Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene systematisch zu verankern.
Von guten Ideen lernen
Die Publikation „Beispielhafte Projekte ressourcenschonender Stadtentwicklung – Neue Materialien zur Planungskultur 30“ des Instituts für Städtebau und Wohnungswesen (ISW) stellt beispielhafte, innovative Projekte und strategische Ansätze von Kommunen in Deutschland, der Schweiz und Österreich in den Vordergrund, die Beiträge zu einer nachhaltigen und lebenswerten Stadtlandschaft leisten konnten. Dabei werden Erfahrungen, zentrale Erfolgsfaktoren und Hemmnisse abgeleitet und diskutiert.
Die Publikation rückt drei zentrale Ressourcenbezüge in den Fokus: Bauflächenentwicklung, Nachhaltiges (Um-)Bauen sowie Strategie, Kommunikation und Prozess. Mit Letzterem wird der Ressourcenbegriff bewusst erweitert. Neben Fläche und Material werden auch kommunale Prozesse, Wissen, Zeit, Engagement und Kooperation als Ressource verstanden, die nachhaltig eingesetzt und aufeinander abgestimmt werden müssen, damit die sozial-ökologische Transformation gelingen kann.
Mehr Effizienz für Verwaltung und Haushalt
In die erweiterte Perspektive fügt sich auch das Kapitel „Effizientere Verwaltungs- und Haushaltsstrukturen – Impulse aus dem Forschungsprojekt Verwaltung 2.030“ ein, welches die LAG 21 NRW beigesteuert hat. Aufhänger ist die Erkenntnis, dass die Überwindung starrer Dezernatsstrukturen neue Möglichkeiten für Wandelprozesse eröffnet.
Das Kapitel liefert Einblicke in zentrale Ergebnisse des Forschungsprojekts Verwaltung 2.030, welches die LAG 21 NRW in Kooperation mit der Stadt Detmold und dem Deutschen Institut für Urbanistik (difu) durchgeführt hat. Ziel war die Entwicklung und Erprobung innovativer Verwaltungsstrukturen zur integrierten Umsetzung der Agenda 2030 auf kommunaler Ebene.
Neben grundlegenden Informationen rund um das zwischen 2021 und 2023 durchgeführte Projekt stehen hierbei die möglichen Ressourceneinsparungen im Fokus, die in den drei zentralen Bereichen des erprobten Modells – den politischen Entscheidungsprozessen, Haushaltsverfahren und der Administration – möglich sind.
Die Publikation ist frei zugänglich, das Kapitel startet ab Seite 132: PDF
