Zirkuläre Ziele: Land NRW veröffentlicht erste Kreislaufwirtschaftsstrategie
Wir werfen einen Blick in die neue Strategie für Circular Economy des Landes NRW und stellen vor, welche zentralen Ziele und Handlungsfelder sie benennt.
Die Zukunft ist zirkulär – denn wer in Kreisläufen wirtschaftet, schont nicht nur Ressourcen, sondern sichert auch Wettbewerbsfähigkeit, steigert Resilienz und fördert Innovation.
Diesen Weg will das Land NRW mit einer eigenen Strategie für Kreislaufwirtschaft verfolgen, die insbesondere bestehende Hemmnisse abbauen und existierende Ansätze stärken soll, um so die zirkuläre Transformation zu entfesseln und NRW als europäischen Vorzeigestandort für zirkuläre Wertschöpfung zu positionieren.
Zentrale Aspekte der Kreislaufwirtschaftsstrategie
Damit zirkuläres Wirtschaften gelingt, müssen die Grundlagen vor Ort stimmen. In der Strategie definiert das Land NRW vier prioritäre Sektoren, in denen die passenden Voraussetzungen geschaffen werden sollen: Digitalisierung, Logistik und Transport, Bioökonomie sowie Wissenschaft und Forschung.
Zudem werden vier Hebel benannt, die passende Rahmenbedingungen fördern: Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens, Netzwerke und Partnerschaften, Unterstützung und Qualifizierung sowie das Kredo, als öffentliche Hand eine Vorreiterrolle einzunehmen.
Als konkrete Schwerpunktthemen hebt die Strategie folgende Handlungsfelder hervor: Zirkuläres Bauen, chemische Industrie, Technologiebranchen, Sekundärrohstoffwirtschaft und Circular Cities (Kommunen sollen insbesondere als Innovationsräume gestärkt werden, die durch Planung, öffentliche Beschaffung und Infrastrukturentwicklung den Weg zur Zirkularität ebnen).
Große Ziele für alle Ebenen
Die Kreislaufwirtschaftsstrategie NRW greift, im Sinne einer vertikalen Integration, die Leitziele übergeordneter Strategien auf, insbesondere der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie und deren Aktionsprogramm mit Maßnahmen in den Bereichen Produktdesign, Digitalisierung oder Finanzierung. Auch den Circular Economy Action Plan der Europäischen Kommission berücksichtigt die NRW-Strategie. So ergeben sich drei konkrete Ziele:
- Bis 2045: Reduktion des durchschnittlichen Rohstoffverbrauchs auf 6–8 Tonnen pro Kopf und Jahr
- Bis 2030: Steigerung der Rohstoffproduktivität, also die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Rohstoffeinsatz, um mindestens 1,6 % pro Jahr
- Bis 2030: Verdopplung des Anteils der Sekundärrohstoffe am Rohstoffverbrauch auf 26 % ggü. 2020
Die ganze Kreislaufwirtschaftsstrategie für NRW steht hier zum Download: PDF
