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Klimaanalyse NRW 2026: Weiterentwicklung bringt noch genauere Daten

Fachbericht zur Klimaanalyse

Mit 16-fach höherer Auflösung, neuen Datengrundlagen und ausgebauter Betroffenheitsanalyse bietet die Klimaanalyse NRW 2026 eine starke Basis für klimasensible Entscheidungen.

An heißen Sommertagen wird Klimaanpassung in der Stadt spürbar: während in unbegrünten Straßenschluchten der Asphalt bei hitzigen 45 Grad dahinschmilzt, misst man auf Plätzen mit Baumschatten bis zu 15 Grad weniger. Planer*innen, Klimamanager*innen und Bürger*innen, die diesen Effekt mit Daten untermauern und mit Karten visualisieren wollen, können dies nun mit großer Genauigkeit tun – dank der Klimaanalyse NRW 2026 des Landesamts für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK).

Neue Daten und Dimensionen

Seit der ersten Klimaanalyse in 2018 wurde das Instrument umfangreich weiterentwickelt, um lokalklimatische Strukturen und Zusammenhänge auf den interaktiven Karten des Klimaatlas NRW noch besser sichtbar zu machen.

Die Modellierungen glänzen mit einer detailreichen Auflösung von 25x25 Meter (vorher: 100x100 Meter). Ergänzend wurden neue Datengrundlagen zu Siedlungs- und Gebäudestrukturen sowie zur Flächennutzung eingeschlossen.

Bemerkenswert ist die Datentiefe der inkludierten Betroffenheitsanalyse, die durch Zahlen aus dem ZENSUS 2022 bereichert wurde. Durch kleinräumige Bevölkerungsdaten kann sichtbar gemacht werden, wo besonders hitzesensible Menschen leben und durch eine Verschneidung mit durchschnittlichen Nettokaltmieten (als Annäherungswert für Armutsgefährdung) werden Mehrfachbelastungen erkenntlich. Dies hilft, Quartiere zu identifizieren, in denen Klimaanpassung besondere Priorität haben sollte – und es liefert die Fakten, um entsprechende Maßnahmen zu argumentieren.

Methodik-Papiere

Umfassendes Material für umfassende Entscheidungen

Das entstandene Kartenmaterial umfasst eine Klimatopkarte, Klimaanalysekarten für Tag und Nacht, eine neue Planungshinweiskarte, eine Karte regional bedeutsamer Klimafunktionen sowie die Karten zur Betroffenheit besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen. Zu jeder Karte geben Methodik-Papiere tiefere Einblicke und der zugehörige Fachbericht 171 vermittelt Überblick über die Vorgehensweise und Ergebnisse der Klimaanalyse.

Die neue Klimaanalyse des LANUK bietet eine noch fundiertere Grundlage für die Steuerung von Siedlungsflächen- und Freiraumentwicklung, die Stadt- und Regionalplanung, die Erarbeitung von Klimaanpassungskonzepten sowie passenden Maßnahmen und vieles mehr. Die Erweiterung um soziale Faktoren verleiht der Analyse weitere Tiefe und ermöglicht die Ausrichtung von Klimaanpassung entlang neuer Dimensionen.

Zu den Karten der Klimaanalyse: klimaatlas.nrw

Zu den Methodik-Papieren

Zum Fachbericht 171

 

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Neue Handlungshilfe mit Rechentool ermöglicht systematische Ermittlung der Klimawirkungen von Flächennutzungsentscheidungen: Link

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