Projekt "Klimaplus"
Prozessbegleitung zur Umsetzung einer Klimaschutz- und Anpassungsstrategie in den Klimapluskommunen Burbach, Rheine und Schmallenberg

Das Projekt der LAG 21 NRW begleitet die drei Kommunen Burbach, Rheine und Schmallenberg bei der Umsetzung ihrer integrierten Klimaschutz- und Anpassungskonzepte. Diese Kommunen haben 2008 am Wettbewerb „Aktion Klimaplus – NRW-Klimakommune der Zukunft“ des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Verbraucherschutz und Landwirtschaft (MUNLV) teilgenommen und konnten in der zweiten Runde eigene Klimaschutzkonzepte vor dem Hintergrund einer möglichen lukrativen Förderung erarbeiten. Als Sieger gingen jedoch am Ende die Kommunen Bocholt und Saerbeck hervor.
Daher wird im Rahmen dieses Projektes das vorliegende Handlungskonzept in einem partizipativen Prozess an die kommunalen Ressourcen, also an realistische zeitliche, finanzielle und personelle Konstellationen angepasst und weiterentwickelt. Zusammen mit den Kommunen wird ein neues Handlungsprogramm entwickelt, einzelne Maßnahmen werden umgesetzt und über einen Managementzyklus gesteuert. Dabei können unterschiedliche Schwerpunkte nach Interessenlage der jeweiligen Kommune gesetzt werden, z.B. im Bereich der energetischen Gebäudesanierung, des Ausbaus Erneuerbarer Energien oder der Verminderung der Verkehrsemissionen.

Zur Steuerung von Maßnahmen gehört auch die Bilanzierung von CO2-Emissionen in den unterschiedlichen Sektoren Private Haushalte, Öffentliche Hand, Industrie, Gewerbe/ Handel/ Dienstleistungen sowie Verkehr.
Die Analyse von CO2-Werten ist für die meisten Kommunen ein neues Thema, es bestehen daher noch viele Unsicherheiten bei der Erstellung solcher Bilanzen. Entsprechend unterschiedlich waren bisher die Herangehensweisen. Gesamt-CO2-Werte können für politische Entscheidungsträger eine wertvolle Orientierungsgröße für ihre Klimaschutzziele sein. Sie ermöglichen die Kontrolle von Maßnahmen zur CO2-Minderung und sind die Basis, um Klimaschutzprogramme erfolgreich weiterentwickeln zu können. Einheitliche Werte könnten Kommunen zukünftig ermöglichen, ihre Bilanzierungen miteinander zu vergleichen.
Teil des LAG 21 NRW-Projektes ist daher eine kritische Überprüfung der bestehenden Systeme, die Ermittlung der Bedürfnisse der Kommunen für ein handhabbares Bilanzierungssystem sowie die Aufstellung eines Indikatorensatzes mit der eine vergleichbare Bilanzierung bei kleinen und mittleren Kommunen durchgeführt werden kann.

Zur Durchführung des Gesamtprojektes wurde für jede Kommune eine Aufbauorganisation etabliert. Zentrales Element sind Steuerungsgruppen, diese bestehen jeweils aus Vertretern der Bürgerschaft, der NRO, der Unternehmen, der Verwaltung und der Politik. Die Projektträgerschaft und Koordination liegt bei der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V.
Als konstitutive Meilensteine werden in den Kommunen fünf dezentrale Workshops ausgerichtet. Darüber hinaus gibt es fünf Zirkeltagungen wo sich die Kommunen und weitere Interessierte zum zentralen interkommunalen Austausch treffen. Zum Abschluss ist die Erstellung eines Klimaschutzberichtes vorgesehen, dieser soll gleichzeitig der Einstieg in das nachhaltige Klimaschutzmanagementsystem der jeweiligen Kommune sein.
Weitere Informationen
Berichte
Zirkeltagung 3 und Vorträge zum Download
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